Navigation
Bei pocket*StrePla erfolgt die Navigation auf den Karten, die auch in
desktop*StrePla verwendet werden. StrePla Kunden brauchen also diese Karten nur
einmal zu kaufen. Während für die Flugplanung eine Vektorkarte
vorteilhaft ist, weil dabei auch in großen Maßstäben die
Übersichtlichkeit erhalten bleibt, ist für eine Moving Map die
Rasterkarte (ICAO) die bessere Lösung. In StrePla kann beides verwendet
werden. Der Kunde zieht in desktop*StrePla, zum Beispiel auf seiner ICAO Karte,
ein Rechteck auf und kann dann sofort diesen Kartenausschnitt in sein pocket*StrePla
laden. Einfacher geht es nicht. Ebenso können sehr
unproblematisch Aufgaben und Wendepunktkataloge von desktop*StrePla nach
pocket*StrePla übertragen werden. Durch aufwendige Verfahren ist es dem
StrePla Team
gelungen, den Bedarf an Arbeitsspeicher für die Karten auf ein Minimum zu
reduzieren. So ist es möglich, alle deutschen ICAO-Karten in einem iPAQ
ab dem Model H3660 ohne externe Speichererweiterung abzulegen und mit pocket*StrePla zu nutzen.
Die Karten sind in pocket*StrePla in sieben Stufen zoombar,
wobei in den beiden kleinsten Zoomstufen die Darstellung der Karte
abgeschalten ist. Sie können
mit dem Finger beliebig verschoben werden. Das ist sehr wichtig, da man ja
mal sehen will was weit voraus auf einen zu kommt. Sollte man das Flugzeugsymbol
(die momentane Position) so weit verschoben haben, dass es nicht mehr im
Display zu sehen ist, reicht ein "Klick" mit dem Finger auf die
Mitte der Tastatur und das Flugzeugsymbol ist wieder in der Mitte. Der Pilot
kann sich also um die wichtigen Dinge, die Beobachtung des Luftraumes,
kümmern. Man kann das Flugzeugsymbol an einer beliebigen Stelle fixieren,
so dass man viel Karte "voraus" sehen kann. Oder aber man
schaltet in den Automatikmodus, der die Karte fixiert und erst dann
verschiebt, wenn das Flugzeugsymbol in die Nähe des Kartenrandes gelangt.
Ankunftshöhe der erreichbaren Flugplätze
Ohne das Display wechseln zu müssen, sieht der Pilot sofort seine
Ankunftshöhe an den nächsten Flugplätzen und zwar im
"Ampelbetrieb": Sind der Flugplatzname und die (einstellbare)
Ankunftshöhe grün, dann wird die Sicherheitshöhe eingehalten. Gelb
bedeutet, dass der Flugplatz zwischen 0m und der Sicherheitshöhe erreicht
wird und bei rot wird der Flugplatz aus der momentanen Position und dem
momentanen Wind im Gleitflug nicht erreicht.
Auch bei dieser Aufgabenstellung ist das StrePla Team neue Wege gegangen.
Da es in dieser Flugphase darauf ankommt, ob diese Flugplätze überhaupt
erreicht werden und nicht ob sie möglichst schnell wie im Wettbewerb
erreicht werden, errechnet pocket*StrePla die optimale Mc Cready
Einstellung. Dabei wird berücksichtigt ob der Endanflug mit Gegenwind
oder Rückenwind durchgeführt wird. Entsprechend wird der Mc Cready Wert
korrigiert. Die Flughöhe wird aus der GPS - Höhe abgeleitet. Die GPS
Höhe entspricht entspricht genau der Höhe, die für den Endanflug
benötigt wird. Hierdurch ist die Ungenauigkeit weitestgehend
ausgeglichen, die bei der Verwendung der barometrischen Höhe (Luftdruck
und Temperatur) auftritt.
Darstellung der FAI Flächen
Bisher gab es im Fluge keine Information, ob ein freies FAI Dreieck
geflogen wurde oder nicht. Der Pilot war auf Schätzungen angewiesen. Mit pocket*StrePla sind jetzt erstmalig die FAI Flächen im Flug zu sehen. Das
kann besonders in den Alpen wichtig sein, wenn ganz flache FAI Dreiecke
geflogen werden sollen.
Nach einem Flug von mindestens 20 km in einer Richtung wird die zu dem
Schenkel passende FAI Fläche angezeigt. Im Bild ist das die grau
eingefärbte, sichelförmige Fläche. Der Pilot sieht also sofort - schon
auf dem ersten Schenkel - wohin er fliegen muss um ein FAI Dreieck
gewertet zu bekommen. In dem Minifenster mit der Beschriftung FAI sieht er
jederzeit wie groß das Dreieck mindestens sein wird, vorausgesetzt er
kann den Flug schließen und wieder "zu Hause" landen.
Entscheidet sich der Pilot auf dem letzten Schenkel seinen Flug zu
vergrößern und zwar zu einem Dreieck mit Start auf dem Schenkel, so
zeigt ihm pocket*StrePla eine entsprechende (zweite) FAI Flächen an. Auch
bei dieser Aufgabenstellung braucht der Pilot pocket*StrePla
nicht zu
bedienen. Finger weg und Rausschauen!
OLC Optimierung
In dem Minifenster mit der Beschriftung OLC bekommt der Pilot laufend das
OLC-Optimierungsergebnis über alle (bis zu 6) Schenkel angezeigt. Somit
kennt er jederzeit seine Wertungskilometer.
Barogramm
Ebenfalls völlig neu ist die Darstellung des Barogramms während des
Fluges. Auf der Barogramm-Seite können die Zeitmarken für den Beginn des
Segelfluges sekundengenau gesetzt werden, um sicherzustellen, dass die
Optimierungsergebnisse wirklich stimmen.
Sie können das Barogramm während des Fluges extrem groß zoomen und
mit dem Finger den Beginn des Segelfluges festlegen.
Windberechnung
pocket*StrePla ermittelt den Wind automatisch. Hierbei wird ein neuartiger Algorithmus zur Windermittlung eingesetzt,
der unempfindlich
gegenüber Verlagerungen beim Kurbeln ist!
pocket*StrePla unterscheidet 5 verschiedene Winde in 5
Höhenbändern ("3D-Wind"). Sie haben die Möglichkeit, entweder
den automatisch ermittelten Wind auszuwählen oder die 5 Winde vorzugeben.
Die über diesen Dialog eingegebenen bzw. ausgewählten Winde werden
für die Berechnung der 20 "besten" Ankunftshöhen in Ampellogik
und für die Endanflugberechnung herangezogen.
Endanflugrechner
Die Anzeige zum Ziel erfolgt im Kominations-Minifenster für Endanflüge, das
mit dem Namen des Zieles beschriftet ist und aus drei Elementen besteht:
(1) Erforderliche Korrektur in Grad.
(2) Entfernung.
(3) Ankunftshöhe: Bei der Berechnung werden der Wind, die Polare und der
eingestellte McCready-Wert berücksichtigt.
Hier: Um das Ziel direkt anzufliegen, muss der Kurs über Grund (Track) um
3° nach links korrigiert werden. Die momentane Entfernung beträgt 23,1
km und das Ziel wird im Gleitflug 318 m über dem Gleitpfad erreicht. Bei
der Höhenangabe wird stets mit 0 m Sicherheitshöhe gerechnet.
Nearest Airport
Tippen Sie in die linke untere Bildschirmecke, um den "Nearest"-Dialog
aufzurufen. In einer Liste werden 20 Landeplätze (Flugplätze und
Außenlandefelder) angezeigt. Über die Schaltfläche
"Sortieren" können Sie die Einträge entweder nach der
Ankunftshöhe oder nach der Abweichung in Grad [°] vom aktuellen Ziel
sortieren. Wählen Sie das "Nearest"-Ziel durch Antippen der
entsprechenden Zeile und tippen Sie dann auf "OK". Die zweite
Schaltfläche im Ziel-Dialog wird automatisch mit dem "Nearest"-Ziel
belegt, so daß Sie schnell Detailinformationen abrufen können. Sie
können bei Bedarf die Breite der Spalte verändern, indem Sie einen der
Trennstriche zwischen der Spaltenbeschriftung ziehen. Wenn Sie nach rechts
Scrollen, dann erscheinen Detailinformationen zu den "Nearest"-Zielen
wie z.B. die Frequenz des Flugplatzes.
GoTo- Funktion
|
Der GoTo- Dialog wird z.Bsp. über die
Taste C des iPAQ aufgerufen. Folgende Zielarten können im GoTo-
Dialog gewählt werden:
- Karte: Ein in der Kartendarstellung angezeigter
Wegpunkt.
- Liste: Ein Wegpunkt aus der Wegpunktliste (die aus den
Dateien airport.txt und turnpoint.txt zusammengestellt wird.
- X: Abschalten des aktuellen GoTo-Zieles.
- Partner: Dieses Ziel wird über die Eingabe des sog.
"Partnercodes" definiert.
- frei: Ein in der Kartendarstellung frei wählbares
Ziel., das also "Mitten in der Landschaft" liegen
kann.
- optimal: Ein "optimales" Ziel zum Schließen
eines freien FAI Dreiecksfluges wobei die zu fliegende
Restdistanz minimiert wird.
- WP aus Aufgabe: Der aktuelle Wendepunkt der aktuellen
Aufgabe wird zum aktuellen Ziel.
- vorheriger: Der vorherige Wendepunkt wird zum aktuellen
Ziel.
- nächster: Der nächste Wendepunkt wird zum aktuellen
Ziel.
|
Sobald ein Ziel endgültig definiert ist (spätestens nach dem Antippen
der Kartendarstellung), werden Sie aufgefordert, das soeben gewählte Ziel
einer von 8 Schaltflächen im Ziel-Dialog zuzuordnen. Der Ziel-Dialog ist
weiter unten beschrieben.
Flugplatzinformationen und Dialogseite Ziele
|
Rufen Sie den Ziel-Dialog auf, indem
Sie die untere rechte Bildschirmecke antippen. Wenn Sie bereits mit
Hilfe des Goto- Dialogs Ziele definiert und Schaltflächen
zugewiesen haben, dann können Sie nun zwischen den verschiedenen
Zielen einfach hin- und herschalten. Sie bekommen verschiedene
Informationen zum Zielpunkt angezeigt. Überdies wird das Ziel
grafisch dargestellt:
- Ausrichtung der Landebahn
- Aktuelle Position relativ zum Ziel ("Stecknadel")
- Windpfeil
Mit Hilfe der grafischen Darstellung können Sie die zu
erwartende Landerichtung mit einem Blick erfassen. Den Partnercode
übermitteln Sie ggf. per Funk an Ihren Teampartner, damit dieser
weiß, wo Sie sich zur Zeit befinden. |
Minifenster-Gruppen
Indem Sie auf die linke obere Ecke des Bildschirmes tippen, können Sie
schnell und bequem auf die nächste Minifenster-Gruppe umschalten. Es gibt
drei verschiedene, frei einstellbare, Gruppen. Wir empfehlen, die
Minifenster-Gruppen wie folgt zu konfigurieren:
- Gruppe 1: Minifenster für den Endanflug.
- Gruppe 2: Minifenster für das Fliegen zwischen Aufwinden.
- Gruppe 3: Keine Anzeige von Minifenstern.
|
|
|
Beispiel
1
Für den Endanflug |
Beispiel 2
Während des Vorfluges |
Darstellung aller
Minifenster. Die in der Mitte sind im Normalbetrieb ausgeblendet |
Speicherung der Flüge im "IGC" Format mit SAR Einträgen
Jeder Flug wird im Speicher des PDA im IGC-Format, allerdings ohne
G-Record, aufgezeichnet. Das bedeutet, Sie können sich den Flug anschließend
auf dem PDA, in desktop*StrePla oder jedem anderen Auswerteprogramm
ansehen und auswerten. Allerdings können Sie diese Datei nur
Eingeschränkt zur Dokumentation beim OLC, DMSt oder anderen Wettbewerben verwenden. Für
Piloten, die keine Wettbewerbsambitionen haben ist die Kombination PDA
und GPS-Maus daher eine sehr preiswerte Lösung. SAR (Search And
Rescue) Informationen werden ab sofort in der IGC-Datei gespeichert, die pocket*StrePla
beim Beenden des Programms erzeugt, um das Auffinden von vermissten
Piloten zu erleichtern. Anlass ist der tragische Unfall eines
Wettbewerbspiloten während einer Meisterschaft in Rieti. Insbesondere im
Rahmen von Wettbewerben ist es möglich, Flüge von verunglückten Piloten
auf der Grundlage von Flarmdaten zu rekonstruieren, die von anderen
Flugzeugen empfangen wurden. So kann ein wahrscheinlicher letzter
Aufenthaltsort eines Piloten ermittelt und in diesem Bereich die Suche
intensiviert werden. Die SAR-Daten werden im "E record"
gespeichert und können bei Bedarf von einem Spezialprogramm ausgewertet
werden.
Beispiel: "E101050OAGDD945B,P,2750,143P"
Selbstverständlich ist die SAR-Funktion von pocket*StrePla
kein Ersatz für ein ELT oder SPOT!
Aufgaben auswählen
|
Sie können sehr einfach Aufgaben von desktop*StrePla
nach pocket*StrePla herunter laden oder in pocket*StrePla
erstellen. Die Aufgaben
werden in einer Liste durch pocket*StrePla dargestellt.
Aus dieser Liste können sie dann ausgewählt werden. |
Aufgaben grafisch planen oder ändern
|
Durch einfaches anfassen und ziehen
werden die Aufgaben bearbeitet. Neue Wendepunkte können durch
Klicken auf die Karte oder aus der Wendepunktliste hinzugefügt
werden. Die FAI- Flächen helfen Ihnen ein FAI- Dreieck
auszuwählen. |
Aufgaben tabellarisch planen oder ändern
|
Durch einfaches Hinzufügen oder
Entfernen von Wendepunkten in der Tabelle können Sie Aufgaben
erstellen oder ändern. |
Checklisten
pocket*StrePla erhöht die Sicherheit beim
Segelfliegen durch die Anzeige von Checklisten. Der Nutzer hat die
Wahl: Es können fertigte Listen oder "selbstgestrickte"
Listen (Textdatei) aufgerufen werden. Die einzelnen Punkte der
Checkliste werden in großer Schrift gut lesbar dargestellt. Jeder
Punkt kann bestätigt oder ans Ende der Liste zurückgestellt werden.
Es gibt eine "Rück"-Taste, die die letzte Aktion des
Nutzers ungeschehen macht.
Es besteht die Möglichkeit, direkt aus dem Checklisten-Dialog
heraus, andere Dialog aufzurufen: Beispiel: Der Checklisten-Punkt
"Polare prüfen" ermöglicht über das Drücken der Taste
"..." den Aufruf des Polaren Dialogs, um die Polare, den
Mückenfaktor oder das Abfluggewicht zu verändern.
Auf Wunsch kann die Standard-Checkliste automatisch angezeigt
werden, wenn pocket*StrePla gestartet wird. Die
automatische Anzeige der Checkliste kann auch solange verzögert
werden, bis pocket*StrePla die ersten Positionsdaten vom
Logger / GPS-Empfänger erhalten hat.

Flarm Warnung Integration
Ein Minifenster zeigt die relative räumliche Position
des Flarmziels an. Zusätzlich wird auf Wunsch eine kurze Sprachansage
gemacht. Beispiel: "Traffic - 5 Uhr - über". Die Ansage des
Flarmziel-Typs (Bodenziel oder bewegliches Ziel) wird bewusst nicht
vorgenommen, da sie wenig Mehrwert bietet, aber die Ansage deutlich
verlängert. Der Flarmziel-Typ ergibt sich im Zweifelsfall aus dem
Symbol in der Karte: Kreise stehen für bewegliche Ziele
(Luftfahrzeuge) und Quadrate für feste Ziele (Seilbahnen). Mit einem
Bodenziel muss immer dann gerechnet werden, wenn man tief fliegt und
wenn das Ziel auf "Zwölf-Uhr" liegt.
Beispiel der Sprachausgabe:
StrePla4/deutsch/pocketStrePla/Bilder/fl_traffic.wav
Mit Hilfe des Flarm Dialogs kann eingestellt werden,
ab welcher Dringlichkeitsstufe eine akustische Warnung stattfinden
soll. Es kann auch vom Nutzer eingestellt werden, wie oft die
Warnmeldung wiederholt wird - beispielsweise einmal pro Minute, wenn
der Alarm fortbesteht. Schließlich können die Flarmziele (es kann
durchaus mehr als ein Flarmziel geben) in die Karte eingezeichnet
werden. Das funktioniert aber nur dann, wenn die
Datenübertragungsrate bei mindestens 19.200 bps liegt. Das ist die
Voreinstellung ab der Flarm- Softwareversion 2.00.
FlarmNet Integration
FlarmNet
ist ein Netzwerk um Flarmziele besser zu kennzeichnen. Sie melden Ihr
Flarm Gerät bei FlarmNet an und ordnen diesem Gerät Ihren Namen, das
Wettbewerbskennzeichen, die Frequenz auf der Sie normalerweise sind,
etc. zu.
Auf der Website von FlarmNet können Sie eine Datei (Data.fln)
herunter laden und in das Verzeichnis ...\ps_Data auf Ihren PDA
kopieren. Den Kopiervorgang der Datei von der Website in Ihren PDA
können Sie auch sehr komfortabel mit desktop*StrePla
ab Version 5.3 erledigen. Menü: Extras, pocketStrePla,
FlarmNet Datenbank aktualisieren.
Wenn Sie die Datei Data.fln nicht auf Ihrem PDA
haben, werden die Flarmziele trotzdem angezeigt. Sie bekommen dann an
Stelle des Kennzeichens oder des Wettbewerbskennzeichens die Flarm ID
angezeigt.
Thermikstatistik
Auf der dritten Statistik-Seite steht jetzt eine
Übersicht über die Stärke der letzten Aufwinde zur Verfügung, der
die Wahl der korrekten MacCready Einstellung erleichtert.
Fahrwerkswarnung
Der Benutzer kann eine Höhe einstellen ab der eine
Fahrwerkswarnung (akustisch) ausgegeben werden soll. Durch den
hoch-genauen GPS Höhenmesser funktioniert das auch bei einer
Außenlandung.
Pirker Endanflugrechner
Das Endanflugverfahren nach Dr. Herbert Pirker ist in
Deutschland relativ unbekannt. In Österreich ist es hingegen weit
verbreitet. Mit der Version 3.50 von pocket*StrePla stehen alle
relevanten Daten des Pirker-Endanflugverfahrens in einem großen
Minifenster zur Verfügung. Der Aufbau des Minifensters entspricht der
Anzeige des GR1000 Loggers.
Die Hauptvorteile des Pirker-Endanflugverfahrens sind:
-
Die Gleitpfadabweichung wird nicht durch eine Höhenangabe
ausgedrückt ("150 m über dem Gleitpfad bei 0 m Sicherheit"),
sondern durch einen Soll-MacCready-Wert. Die Aussagekraft des
MacCready-Werts ist unabhängig von der Entfernung vom Ziel. Ein
Soll-MacCready-Wert von 1.5 m/s zeigt mir, dass ich bequem über dem
Gleitpfad bin - auch wenn das Ziel noch 50 km entfernt ist. Sagt mir
hingegen mein Endanflugrechner, dass ich 100 m über dem Gleitpfad bin,
dann ist das unkritisch, wenn der Flugplatz nur noch 1 km entfernt ist,
aber wenig aussagekräftig, wenn der Flugplatz noch 50 km entfernt ist.
Steigt der Soll-MacCready-Wert, dann kann ich meine
Anfluggeschwindigkeit auf die Ziellinie erhöhen.
-
Eingabe einer Gegen-/Rückenwind-Komponente, die nur für den
Pirker-Endanflug gilt: Diese Windkomponente kann entweder abgeschätzt,
übernommen oder "ausgemessen" werden. Im Pirker Dialog wird
kontinuierlich die Grundgeschwindigkeit aktualisiert. Fliegt man mit
einer konstanten angezeigten Geschwindigkeit, dann kann diese in den
Dialog eingegeben werden und pocket*StrePla rechnet die Windkomponente
aus.
-
Die dem Pirker-Endanflug zugrunde liegenden Formeln
berücksichtigen die wahre Eigengeschwindigkeit, die bekanntlich mit
zunehmender Höhe steigt. Für den Flachlandflieger macht sich diese
Eigenschaft des Endanflugverfahrens nur wenig bemerkbar, aber in den
Alpen schaut das ganz anders aus.
-
Eingabe einer geschätzten Gleitzahl statt eines
"Mückenfaktors". Eine gute Schätzung des Mückenfaktors ist
schwierig. Über den Pirker Dialog kann hingegen eine meist erstaunlich
realistische "gefühlte Mückengleitzahl" eingegeben werden,
die von pocket*StrePla in den Mückenfaktor (die Prozentzahl) für alle
weiteren Berechnungen umgesetzt wird.
-
Die Angaben des Pirker-Endanflugverfahrens sind unabhängig von dem
bekannten Standardverfahren von pocket*StrePla. Durch den Vergleich
beider Verfahren kann noch besser beurteilt werden, ob der Endanflug
sicher gelingt oder eine rechtzeitige Außenlandung vorzuziehen ist.
Bordrechnerkopplung
Es können bestimmte Werte (McCready-Wert, Wind,
etc.) vom Bordrechner in pocket*StrePla übernommen
werden. Folgende Bordrechner werden zur Zeit unterstützt:
-
Borgelt B50, B500,
-
Cambridge 302
-
ILEC SN10
Wenn die Bordrechner-Kopplung aktiviert wird, dann
erscheint nach der ersten Seite des Einstellungen Dialoges eine
zusätzliche Seite über die Bordrechner-spezifische Einstellungen
vorgenommen werden können.
Polaren-Approximation
Die vielen internen Polaren von pocket*StrePla können jetzt um externe
Polardateien in einem speziellen pocket*StrePla Format ergänzt werden.
Der Clou dabei ist, dass man jetzt nicht mehr auf drei Wertepaare für
Geschwindigkeit und Sinken beschränkt ist. Liegt beispielsweise eine
gedruckte Messpolare vor, dann ist es nämlich überhaupt nicht einfach,
die "richtigen" drei Wertepaare herauszupicken, mit der die
Polare möglichst genau beschrieben wird. pocket*StrePla ermöglicht
Ihnen jetzt die Angabe von bis zu 30 Wertepaaren. Mit Hilfe eines
relativ aufwändigen Verfahrens (Minimierung der Fehlerquadrate) werden
dann aus den vielen Wertepaare die Koeffizienten des Polynoms zweiten
Grades bestimmt.
Die Koeffizienten können über den Polaren Dialog
(Taste "abc") ausgegeben werden, um diese ggf. in fest
eingebaute Bordrechner zu übernehmen. Es werden auch drei Wertepaare
für Geschwindigkeit und Sinken angegeben, die alternativ zu den
Koeffizienten für die Beschreibung der Polaren genutzt werden können.
Verbesserte Darstellung der Polare
Der Einfluss des Mückenfaktors und Veränderung der Abflugmasse wird grafisch dargestellt: Die graue Kurve zeigt die "Original"-Polare
an - also 0% Mückenfaktor und Standard-Abflugmasse. Bis zu 30 schwarze
Kuller zeigen die Messpunkte an - im Fall der Approximation liegen diese
Punkt nicht unbedingt auf der Kurve. Die blaue Kurve stellt die
für Endanflüge genutzte Polare dar, in der der aktuelle Mückenfaktor
und die aktuelle Flugmasse (Wasserballast) berücksichtigt sind. Für
diese Kurve wird die Tangente an die Polare eingezeichnet und die
maximale Gleitzahl sowie die dazugehörige Fluggeschwindigkeit
(angezeigte Geschwindigkeit) angegeben. Die Skalierung des Diagramms
wird der Leistungsfähigkeit des Segelflugzeuges angepasst.
|