PocketPC's waren kleine, leichte und leistungsfähige PC's mit dem
Betriebssystem Windows CE. Ein sehr weit verbreiteter Vertreter dieser
Geräte war der iPAQ von Compaq (später hp). Ein 240x320 Pixel (ca. 58 mm x
78 mm) großes, farbiges Display erlaubte naturgemäß nur beschränkt
komfortables Arbeiten gegenüber einem Büro PC, jedoch für die Aufgabe
als Moving Map ist diese Größe hingegen, gerade in engen
Segelflugzeugcockpits, ideal. Durch die TFT Technik wurde das Bild immer
besser, je heller die Umgebung war. Deshalb konnte im Segelflugbetrieb auf
die interne Beleuchtung verzichtet werden. Das sparte Strom. Alle Logger
geben ein sog. NMEA Signal über die serielle Schnittstelle heraus, das in
den PocketPC eingespeist werden konnte.
PocketPC's stammten aus dem Massenmarkt und waren deshalb relativ
preiswert. Leider hat sich der Konsumermarkt von diesen Geräten abgewendet und es gibt de facto keine PDA's mehr. Bemerkungen zu den einzelnen Typen finden Sie hier.
Das StrePla Team hat
pocket*StrePla zu einem hervorragenden Instrument entwickelt. Die Version 4.60g hat alle Funktionen, die der Segelflieger braucht, läuft stabil und ist sehr erprobt. Deshalb empfehlen wir allen Segelfliegern, die eines dieser alten Geräte haben auf die Version 4.60g upzudaten. Es wird aller voraussicht nach die letzte Version für die PDA's sein.
pocket*StrePla auf PNA's
Grundsätzliches zur Verwendung von PNA's (Navigationsgeräte für das Auto) und pocket*StrePla.
Bisher gibt es kein PNA welcher in der Sonne ablesbar ist. Als Maßstab für uns gilt der iPAQ3850. Für uns ist die Nutzbarkeit oberstes Kriterium.
Daneben gibt es noch weitere Argumente gegen diese Geräte. PNA's (Personal NAVIGATION Assistant) und PDA's (Personal Digital Assistant) unterscheiden sich im Wesentlichen dadurch, dass PNA's nur für EINE Anwendung ausgelegt sind. Sie werden vom Hersteller mit EINER Software ausgerüstet und dann sozusagen "zugemacht" und zum Verkauf angeboten. Es gibt seitens des Herstellers keine Unterstützung wenn man andere Programme installieren will. Genau das will der Hersteller ja mit einem PNA erreichen. Das eben KEINE andere Software darauf läuft. Deshalb sind auch die Betriebssysteme auf den PNA's nicht definiert und es kann durchaus sein, das wesentliche Komponenten fehlen. Tom Tom Geräte laufen unter Linux und fallen damit ohnehin aus.
Desweiteren werden PNA's offensichtlich einmalig gebaut (eine Serie) und dann wird ein neues Gerät gebaut. So wird der vielfach gelobte iPAQ314 schon seit langer Zeit nicht mehr gebaut.
Nichts desto trotz kann man einen PNA natürlich "hacken" und versuchen die eigene Software auf diesem Gerät zu betreiben. Es bedarf dafür des Gerätes und einem umfangreichen Testes. Selbstverständlich müssen weitere Anpassungen (Auflösung, Querformat etc.) durchgeführt werden. Bis dass dann erledigt ist, gibt es das Gerät nicht mehr zu kaufen.
Für den iPaq 314 hatten wir diese Anpassungen gemacht und auch eine Betaversion im Test. Dann kam das Verkaufsende des iPAQ314!
Der 314 machte natürlich einen sehr guten Eindruck. Allerdings war die Ablesbarkeit in der Sonne schlecht und bei weitem nicht mit dem alten iPQA3850 vergleichbar. Deshalb haben wir die weiteren Tests auf dem 314 nicht mehr abgeschlossen.
Zusätzlich kommt noch erschwerend hinzu, dass es bis heute KEINEN PNA gibt, den man mit externen Geräten, wie zum Beispiel FLARM oder Streckenflugrechner einfach koppeln kann.Wennes geht bedarf es immer eines hohen Aufwandes.
Bei PDA's sieht die Sache anders aus. Wenn der Hersteller angibt: Windows Mobile 5 ist installiert, dann weiß man mit sehr hoher Sicherheit dass pocket*StrePla auf diesem Gerät laufen wird und der Bluetooth Empfänger einen serial Stack hat.
pocket*StrePla auf iPhone
.Zur Zeit arbeiten wir nicht an einer Portierung von pocket*StrePla auf das Betriebssystem iOS, Android, Symbian, Hp WebOS und was es da sonst noch gibt.
Folgende Gründe sind hierfür ausschlaggebend:
Kommerzielle Gründe
- Der Markt, den wir bedienen ist sehr klein. Nur Segelflieger, von denen nur die Streckenflieger und die teilen sich in die vielen Betriebssystem Nutzer auf.
- Im Falle Apple ist fast die Hälfte (49%) dessen, was der Kunde bezahlt verschwunden, bevor wir überhaupt einen Cent sehen. 19% ist Mehrwertsteuer und 30% !!! kassiert Apple ein. Da bleibt nicht mehr viel für uns übrig.
- Die Geräte werden nicht in Serie gebaut sondern in einem Batch. Das bedeutet, bis alle Änderungen und Tests an der Software bei uns durchgeführt sind, gibt es die Geräte nicht mehr.
Technische Gründe
- Es gibt zwar mittlerweile Geräte, die auch in der Sonne ablesbar sind, aber seltenst gibt es Geräte, die alle Anforderungen der Segelflieger abdecken. Temperaturen, serielle Schnittstellen, GPS Empfänger die sich beim Kurbeln seltsam verhalten, all das sind Probleme, die pro Gerätetyp getestet werden müssen.
- Keine seriellen Schnittstellen.
- Häufig auch keine Möglichkeit FLARM o.ä. über Bluetooth anzuschließen, da die Bluetooth Software im Gerät dieses nicht hergibt.(kein serial stack z. Bsp. Iphone).
- Für jedes Betriebssystem muss die Software komplett neu geschrieben werden.
- Änderungen und Erweiterungen an der Software müssen für jedes Betriebssystem separat gemacht werden.
Fazit
Aus den vorgenannten Gründen haben wir uns auf bestimmte Geräte mit dem Windows CE Betriebssystem konzentriert.
Zum Segelfliegertag 2010 in Ulm hatte LX Navigation ein Gerät (LX MiniMap), speziell für Segelflieger, mit einem in der Sonne gut abzulesendem Display auf den Markt gebracht.
Wir haben das Gerät unter anderem im sonnigen Namibia getestet und können bestätigen, dass es bezüglich der Ablesbarkeit in der Sonne alle PDA’s bei weitem übertrifft. Wir hatten zwei Geräte im Test und sind damit 55 Stunden geflogen. Wir hatten nicht einmal das Gefühl, dass sich das LX MiniMap schlecht ablesen lassen würde.
Wir halten dieses Gerät für einen sehr guten PDA Ersatz. Beziehen können Sie das Gerät über www.lxnavigation.de. Wir haben pocket*StrePla auf den LX MiniMap portiert und zum Verkauf frei geben. Mehr hier.
Für Kunden, die gerne ein besonders großes Display, fest in das Cockpit einbauen wollen, empfehlen wir das Display von www.craggy-aero.com. Den Verkauf in Deutschland hat Üli’s Flugbedarf, www.segelflugbedarf24.de übernommen. Wir haben dieses Display in unseren neuen ARCUS sowohl vorne als auch hinten eingebaut. Eine spezielle Version von pocket*StrePla für das Ultimate Display ist bereits fertig und auch zum Verkauf frei gegeben. Mehr hier.
Damit haben wir gute Hardware in Verbindung mit pocket*StrePla und Kunden, die die alten PDA's verwenden, haben mit pocket*StrePla Version 4.60g einen sehr gute Software.
Updates für pocket*StrePla über die Version 4.60g für PDA's und 5.00j für LX MiniMap/Craggy wird es vorerst nicht mehr geben
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